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Wale und
Delfine gehören heute zu den am stärksten bedrohten Säugetieren unserer Erde.
Verantwortlich für diese Situation ist der Mensch, der die Meeresriesen lange
Zeit nur unter dem Gesichtspunkt einer schier unerschöpflichen Einnahmequelle
betrachtet hat, die er hemmungslos ausbeuten konnte. Jahrelang wurden diese
liebenswerten Tiere gejagt und abgeschlachtet. Viele Walarten sind durch den
von einigen Staaten noch immer betriebenen Walfang vom Aussterben bedroht.
Wale gehören zu den Säugetieren,
die sich sekundär dem Wasserleben angepasst haben. Wale haben einen torpedoförmigen,
strömungsgünstigen Körper, an dessen Ende eine waagerechte, halbmondförmige
Schwanzflosse das Tier fortbewegt. Die Vordergliedmaßen sind flossenähnlich
umgestaltet, die Hintergliedmaßen fehlen; der Beckengürtel ist bis auf 2 lose
im Fleisch liegende Knochen verkümmert. Das Haarkleid ist bis auf Tastborsten
bei den Bartenwalen rückgebildet. Auf der Rückenseite findet sich oft eine Rückenfinne
(analog zur Fettflosse der Fische). Als Wärmeschutz und zur Verbesserung des
Auftriebs dient ein bis zu 50 cm starkes Unterhautfettgewebe. Wale atmen nicht
automatisch, sondern bewusst. Der Geruchssinn ist völlig verloren gegangen,
die Augen sind schwach, das Gehör gut, doch äußere Ohren fehlen. Das Gehirn
der Wale ähnelt dem des Menschen, Teile der Großhirnrinde sind sogar stärker
gefurcht und sind wohl verantwortlich für das große Lernvermögen der Wale. Nach
einer Tragzeit von 10-13 Monaten wird meist ein Junges in Steißlage mit dem
Schwanz voran geboren. Beim Saugakt spritzt die Mutter dem Jungen aus Zitzen,
die am Hinterleib liegen, die fettreiche Milch in die Mundhöhle. Wale leben
oft gesellig in sog. Schulen. Die Wale sind entstanden aus Landtieren, die den
Urhuftieren nahe standen. Heute unterscheidet man 2 Unterordnungen: die Bartenwale
und die Zahnwale. Bartenwale ernähren sich hauptsächlich von tierischem Plankton,
Zahnwale fressen lieber Fische und Kalmare. |
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Rund 90 Walarten leben heute in den Meeren und großen Flüssen, darunter 80 Zahnwale
und 10 Bartenwale. Die größte Walart von allen ist ein Bartenwal, der Blauwal.
Er wird bis 30 m lang und über 120 t schwer, das entspricht einem Gewicht von
25 Elefanten! Er ist das größte Tier, das heute auf unserer Erde lebt. Der größte
Zahnwal ist der Pottwal. Er wird bis 20 lang und taucht bis zu 3000 m tief.
Kein anderer Wal erreicht solche Tiefen. Der Pottwal erjagt dort seine Beute,
den Riesentintenfisch. Durch Auf- und Abschlag der horizontalen Schwanzfluken,
deren Flächen immer schräg zur Längsachse des Wales geneigt sind, bewegen sie
die Wale fort. Es können für kurze Strecken Geschwindigkeiten von 40-50 km/h
erreicht werden. Die Durchschnittsgeschwindigkeit aber liegt bei 14-24 km/h.
Einige Delphine schaffen bis zu 27 km/h auf längerer Strecke.
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